Programm: Th. Solaranlagen, Biomasse-Heizanlagen, Wärmepumpen

Was wird gefördert?
Es werden folgende Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien bei der Beheizung / Kühlung von bestehenden Gebäuden (Heizsystem mind. zwei Jahre alt) gefördert, einzelne genannte Maßnahmen auch bei Neubauten.

Basisförderung (nur bei Bestandsgebäuden, nicht bei Neubauten):

- Thermische Solaranlagen mit bis 40 m² Kollektorfläche:
zur Warmwasserbereitung und/oder zur Heizungsunterstützung, zur Zuführung an ein Wärme-/Kältenetz, zur Kälteerzeugung, oder zur Prozesswärmebereitstellung
- Biomasse-Holzheizungskessel mit 5-100 kW Wärmeleistung:
Pelletöfen mit Wassertasche, Pelletkessel, Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher, Hackschnitzelanlage mit Puffersp., sowie Scheitholzvergaserkessel mit Puffersp.,
- Wärmepumpen mit bis 100 kW Wärmeleistung:
Elektrische WP mit Wärmequelle Luft, Erdreich oder Wasser; sowie Sorptions- oder Gasmotor-WP mit allen Wärmequellen; es wird jeweils eine hohe Mindest-Jahresarbeitszahl gefordert.

Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse, die in ihrer Höhe von der Art und Größe der Solaranlage (Brutto-Kollektorfläche), des Holz-Heizungskessels (installierte Nennwärmeleistung) oder der Wärmepumpe (Systemart, Nennwärmeleistung) abhängig sind.

Innovationsförderung (alternativ zur Basisförderung; auch bei Neubauten):

Bei der Einhaltung besonderer technischer Standards werden die jeweiligen Zuschüsse weiter erhöht:
- bei therm. Solaranlagen für große Anlagen mit 20-100 m² Kollektorfläche (bei Prozesswärme unbegrenzt) unter erhöhten Effizienzanforderungen,
- bei Holzheizungskesseln für Anlagen mit (oder Nachrüstung von) Brennwertnutzung und Partikelfiltern, sowie zur Prozesswärmeerzeugung,
- bei Wärmepumpen für Anlagen mit hohen JAZ oder einer verbesserten Systemeffizienz, sowie für Anlagen zur Prozesswärmeerzeugung.

Zusatzförderungen (teilw. auch bei Neubauten):

- Kombinationsbonus
- Optimierungsmaßnahmen
- Gebäudeeffizienzbonus
(Weitere Details siehe "Wie wird gefördert")

Für die Visualisierung des Ertrags Erneuerbarer Energien in öffentlichen Einrichtungen kann ein gesonderter Zuschuss beantragt werden.

Wie wird gefördert?
Thermische Solaranlagen: In der Basisförderung für Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung gibt es einen Zuschuss von bis zu 50 Euro je m² Brutto-Kollektorfläche (bis 40 m²), die Mindestförderung beträgt 500 Euro.
Für Anlagen zur Heizungsunterstützung (auch Kombi-Anlagen), zur Wärme-/Kältenetzeinspeisung, zur Kälteerzeugung und zur Bereitstellung von Prozesswärme gibt es bis zu 140 Euro/m² Kollektorfläche (bis 40 m²), die Mindestförderung beträgt für diese Anlagen 2.000 Euro.

Innovationsförderung: Bei großen Solarkollektoranlagen mit 20-100 m² Kollektorfläche (bei Prozesswärme unbegrenzt) erhöht sich die Förderung:
- für Anlagen zur Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung im Bestand auf bis zu 100 Euro/m², bei Neubauten bis zu 75 Euro/m².
- für Kombi-Anlagen, Anlagen zur Wärme-/Kältenetzeinspeisung oder zur Kälteerzeugung auf bis zu 200 Euro/m² im Bestand, bei Neubauten bis zu 150 Euro/m².
- Solarkollektoranlagen zur Prozesswärme-Bereitstellung werden bis zu 50% der Nettoinvestitionskosten gefördert (auch bei Neubauten).
Alternativ kann die Innovationsförderung auch nach dem Ertrag erfolgen (Formel siehe pdf).

Biomassekessel: In der Basisförderung gibt es einen Zuschuss für Pelletöfen mit Wassertaschen und für Pelletkessel (auch mit neuem Pufferspeicher) bis zu 80 Euro je kW Wärmeleistung, die Mindestförderung beträgt 2.000-3.500 Euro. Holzhackschnitzelanlagen werden pauschal mit 3.500 Euro je Anlage gefördert, Scheitholzvergaserkessel mit 2.000 Euro je Anlage.

Innovationsförderung: Für Anlagen mit Brennwertnutzung oder mit Partikelfiltern erfolgt eine erhöhte Mindestförderung in Höhe von 2.000 bis 5.250 Euro je nach Anlagentyp (siehe Bafa-Übersichten oder pdf).
Für die Nachrüstung wird je Anlage ein Bonus von 750 Euro gewährt.
Anlagen zur Prozesswärmebereitstellung können mit bis zu 30% der Nettoinvestkosten gefördert werden.

Wärmepumpen: Die Basisförderung beträgt je nach Nennwärmeleistung:
- Elektrische WP (Luft) werden mit bis zu 40 Euro je kW gefördert. Die Mindestförderung beträgt mind. 1.300 Euro.
- Elektrische WP (Erdreich / Wasser) werden mit bis zu 100 Euro je kW gefördert, die Mindestförderung beträgt mind. 4.000Euro.
- Sorptions-WP und Gasmotor-WP werden mit bis zu 4.500 Euro gefördert.

Innovationsförderung: Bei WP-Anlagen mit einer verbesserten Systemeffizienz und hoher JAZ wird in Bestandsgebäuden die Basisförderung um bis zu 50% erhöht. Zudem ist mit solchen WP-Anlagen auch eine Förderung bei Neubauten möglich (in Höhe der Basisförderung).
WP-Anlagen zur Prozesswärmebereitstellung erhalten bis zu 30% der Nettoinvestkosten (max. 60.000 Euro).

Zusatzförderungen:
Kombinationsbonus oder Kesseltauschbonus: 500 Euro, ebenso bei einem Anschluss der Anlage an ein Wärmenetz oder mit Lastmanagement (WP).

Optimierungsmaßnahmen-Bonus: Für Maßnahmen an neuen geförderten Anlagen gibt es bis zu 50% der Basisförderung (auch bei Neubauten), für Maßnahmen an bestehenden MAP-geförderten Anlagen bis zu 200 Euro. Bei Wärmepumpen wird ein Qualitätscheck mit 250 Euro gefördert.

Gebäudeeffizienzbonus: Bei Anlagen in effizienten Wohn-Bestandsgebäuden (KfW-Effizienzhaus 55) gibt bis zu 50% der Basis- bzw. Innovationsförderung.

Visualisierung des Ertrags Erneuerbarer Energien
- bis 1.200 Euro.

Wer wird gefördert?
Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und –Zweckverbände, sowie gemeinnützige Investoren. Die Antragssteller können Eigentümer, Pächter oder Mieter des Anwesens sein, auf dem die Anlage errichtet werden soll (Ausnahme: Kontraktoren).

Wo ist der Antrag einzureichen?
Anträge auf Gewährung eines Zuschusses sind innerhalb von 9 Monaten nach der Herstellung der Betriebsbereitschaft der Anlage zu stellen beim

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Tel.: 06196 908-1625
Internet: www.bafa.de (Formulare zur Antragsstellung)

Achtung: Anträge von Unternehmen / Freiberuflern, zur Visualisierung, und auf Innovationsförderung müssen vor Maßnahmenbeginn gestellt werden!

Kumulierbarkeit?
Eine Kumulierung mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist zulässig, sofern die Summe der Gesamtförderung das Zweifache der Investitionszuschüsse aus diesem Förderprogramm nicht übersteigt; sowie solange die maximalen Förderungen nach EU-Beihilfekriterien nicht überschritten werden.

Mit den KfW-Programmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms ist eine Kumulierung nur bei den Programmen „Energieeffizient Bauen“ (153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (167) möglich.

Seit wann gibt es das Programm, wie lange noch?
Das Programm gibt es seit dem 1. September 1999. Die neuesten Änderungen der Richtlinien erfolgten am 11. März 2015 (gültig ab 01.04.2015).

Wie wird das Programm finanziert, wo ist die Deckelungsgrenze?
Das Programm wird aus Bundesmitteln finanziert. Für das Programm gibt es unter www.bafa.de eine Förderampel, die anzeigt, wie viele Mittel jeweils noch zur Verfügung stehen.

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