Programm: Energetisch hochwertige Wohngebäude-Neubauten

Was wird gefördert?
Im Rahmen des „CO2-Gebäudesanierungsprogrammes des Bundes“ wird der energetisch hochwertige Neubau von Wohngebäuden durch zinsgünstige Kredite von der KfW gefördert. Die L-Bank bietet beim Neubau von Mietwohnungen eine Förderung in Kooperation mit der KfW an. Für eigengenutzte Wohngebäude mit bis zu 3 Wohneinheiten bietet die L-Bank weitere Zinsverbilligungen an (Energieeffizienzfinanzierung Bauen).

Es wird die Errichtung, Herstellung (auch Erweiterungen um abgeschlossene Wohneinheiten sowie Umwidmungen zu Wohnnutzung) oder der Ersterwerb von Wohngebäuden einschließlich Wohn-, Alten- und Pflegeheimen gefördert, nicht jedoch von Ferien- und Wochenendhäusern.
Gefördert wird in drei Varianten, Voraussetzung ist das Erreichen eines der folgenden KfW-Effizienzhausstandards:

- KfW-Effizienzhaus 40 sowie Passivhäuser
- KfW-Effizienzhaus 55
sowie Passivhäuser
- KfW-Effizienzhaus 70


Das entsprechende angestrebte energetische Niveau ist hierbei von einem Sachverständigen zu ermitteln und zu bestätigen.
Ein Sachverständiger ist eine in der Expertenliste des Bundes gelistete Person (www.energie-effizienz-experten.de).

Der Umbau bzw. die Umwidmung von Baudenkmalen und sonstiger erhaltenswerter Bausubstanz zu Wohnraum ist bei der KfW auch förderbar.

Wie wird gefördert?
Bei allen drei Varianten wird ein zinsgünstiges Darlehen mit einer Laufzeit von 10, 20 oder 30 Jahren gewährt, mit 1-5 tilgungsfreien Anlaufjahren. Der Zinssatz ist für die ersten 10 Jahre fest und wird danach neu festgesetzt. Weiterhin gibt es eine endfällige Darlehensvariante mit 8 Jahren Laufzeit.
Die Förderhöchstgrenze beträgt maximal 50.000 Euro je Wohneinheit.
Die derzeitigen Zinssätze können Sie der Übersicht der KfW-Zinskonditionen im Anhang entnehmen. Die aktuellen Zinskonditionen finden Sie im Internet unter www.kfw.de oder unter der Service-Telefonnummer 01801-335577.

Bei Erreichen eines der beiden unten genannten Effizienzhaus-Niveaus wird zusätzlich zum Kredit ein Tilgungszuschuss gewährt:
- KfW-Effizienzhaus 40: 10% des Kredit-Zusagebetrages
- KfW-Effizienzhaus 55 / Passivhäuser: 5% des Kreditbetrages

Die KfW-Effizienzhäuser dürfen jeweils nur einen bestimmten prozentualen Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) und spezifischen Transmissionsverlust (HT´) eines Neubaus nach Energieeinsparverordnung (EnEV) aufweisen:

- KfW-Effizienzhaus 40: 40% der Neubau-Anforderungen bei Qp sowie 55% des Referenzgebäude-Wertes bei HT´

- KfW-Effizienzhaus 55: 55% der Neubau-Anforderungen bei Qp sowie 70% des Referenzgebäude-Wertes bei HT´

- KfW-Effizienzhaus 70: 70% der Neubau-Anforderungen bei Qp sowie 85% des Referenzgebäude-Wertes bei HT´

Der Wert für HT´ darf gleichzeitig den Neubau-Höchstwert nach EnEV Anlage 2 Tabelle 1 nicht überschreiten.

- Passivhäuser müssen alternativ folgende Bedingungen einhalten:
Der Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) nach Passivhaus-Projektierungspaket (PHPP) darf 40 kWh/m²(AN)a beim KfW-Effizienzhaus 55, bzw. 30 kWh/m²(AN)a beim KfW-Effizienzhaus 40 nicht überschreiten;
sowie der Heizwärmebedarf (Qh) nach PHPP darf nicht mehr als 15 kWh pro m² Wohnfläche (ohne Außenflächen) und Jahr betragen.

Die technischen Mindestanforderungen der KfW sind zu beachten. Die Unterstützung durch einen Sachverständigen (s.o.) ist Pflicht.

Wer wird gefördert?
Träger von Investitionsmaßnahmen an neuen selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen, sowie Ersterwerber von neu errichteten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen (z.B. Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Eigentümer/Betreiber von Wohnheimen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, sowie Contracting-Geber als Investoren).

Die L-Bank fördert zusätzlich (in Kooperation mit der KfW) Investoren, welche Mietwohnraum schaffen.

Wo ist der Antrag einzureichen?
Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen (außer Planungs- und Energieberatungsleistungen). Die KfW-Programmnummer lautet 153.

Der Antrag wird direkt bei der Hausbank gestellt, und dann an die KfW oder L-Bank (für kleine, eigengenutzte Gebäude) geleitet. Für den Neubau von Mietwohnraum wird der Antrag direkt bei der L-Bank gestellt. Weitere Informationen:

Kreditanstalt für Wiederaufbau
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt
Tel.: 069-7431-0 oder 01801-33 55 77 (Ortstarif)
Fax: 069-7431-2944
Internet: www.kfw.de

L-Bank
Bereich Wirtschaftsförderung
Börsenplatz 1
70174 Stuttgart
Tel.: 0711-122-2288 (Hotline)
Fax: 0721-122-2674
Email: energiesparen@l-bank.de
Internet: www.l-bank.de

Kumulierbarkeit?
Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist möglich, wobei die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigen darf.

Seit wann gibt es das Programm, wie lange noch?
Die aktuelle Programmversion ist seit dem 1. Juni 2014 gültig. Ein Programmende ist nicht bekannt.
Das Programm ersetzte das vorherige KfW-Programm „Ökologisch Bauen“.

Wie wird das Programm finanziert, wo ist die Deckelungsgrenze?
Das Programm wird aus Bundesmitteln finanziert.

Equinoxe Internet Galerie GmbH Freiburg

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