Programm: Bioenergiedörfer

Was wird gefördert?
Gefördert werden Investitionen zur Einführung von innovativen Verfahren oder Anlagen, die gegenüber dem Stand der Technik die Einsatzmöglichkeiten und die effiziente Nutzung von Bioenergieträgern merklich verbessern. Auch innovative Konzepte für die Wertschöpfungskette – von der Biomassegewinnung über die energetische Umwandlung bis zur Energieverteilung bzw. Energienutzung – sind förderfähig.

Die Förderung von geeigneten Neuanlagen (oder Ergänzungen zu vorhandenen Anlagen) zielt darauf ab,

• einen höheren Nutzungsgrad zu erzielen,
• die energetische Nutzung von bislang nicht oder unzureichend eingesetzten Biomassen (z. B. Stroh, Heu) voran zu bringen,
• die Energieeffizienz durch den Aufbau von Netzen zur Verteilung von Energieträgern bzw. von Endenergie (Wärmenetze, Gasnetze) zu steigern,
• auftretende Emissionen zu mindern (z. B. Filtertechnik).

Im Rahmen eines Wettbewerbs werden die vorhandenen Mittel ausgeschrieben, um die sich Projektträger mit ihren Vorhaben bewerben können. Alle drei Monate werden die bis zum jeweiligen Stichtag eingegangenen Anträge bewertet und innerhalb eines Monats erfolgt die Auswahl und Entscheidung für eine Förderung. Für Bewertung und Auswahl der Anträge wird ein Beirat mit Vertretern der Verbände, der Verwaltung und der Wissenschaft hinzugezogen. Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme beim Wettbewerb ist der innovative Charakter des Projekts.

Pro Jahr sind vier Wettbewerbstermine vorgesehen. Die jeweiligen Stichtage für die Abgabe von Anträgen finden Sie unter www.bioenergiewettbewerb.de. Die nächsten Termine für die Abgabe der Anträge sind der 09.07 und der 29.10.2010.

Wie wird gefördert?
Zuschuss bis zu höchstens 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Die Investitionssumme je Einzelanlage muss mindestens 20.000 Euro betragen. Die Höhe der Zuwendungen je Einzelmaßnahme ist auf maximal 250.000 Euro begrenzt.

Die Gesamtfinanzierung muss gesichert und mit der Förderung ein wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet sein.

Nicht förderfähig sind Ersatzinvestitionen und Prototypen. Bestehen Fördermöglichkeiten des Bundes, sind diese vorrangig zu nutzen.

Der Bioenergiewettbewerb erfolgt im Rahmen einer Ausschreibung. Anträge werden bis zum jeweiligen Stichtag gesammelt und anschließend bewertet und ausgewählt.

Die Auswahl erfolgt mit Unterstützung durch ein beratendes Fachgremium. Diesem gehören Vertreter der Verwaltung, Interessensvertreter des Naturschutzes, der Land-, Forst- und Energiewirtschaft und Experten der Bioenergienutzung an.

Bei der Bewertung der Anträge sind insbesondere die folgenden Kriterien von Bedeutung:
• Neuartigkeit gegenüber dem Stand der Technik
• Eignung als Muster für entsprechende Anwendungsfälle (Multiplikatorwirkung)
• Energie- und Ressourceneffizienz
• Nachhaltige Mobilisierung von Biomasse
• Kosteneffizienz
• Wettbewerbsvorteile für die regionale Wirtschaft

Wer wird gefördert?
Unternehmen sowie sonstige natürliche und juristische Personen mit (Wohn-)Sitz in Baden-Württemberg mit einem Vorjahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro und weniger als 250 Beschäftigten.

Ebenso Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Eigengesellschaften kommunaler Gebietskörperschaften.

Wo ist der Antrag einzureichen?
Anträge sind rechtzeitig vor der Durchführung des Vorhabens auf dem vorgeschriebenen Formblatt mit den zur Beurteilung erforderlichen Angaben und Unterlagen beim

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
Kennwort „Bioenergiewettbewerb“
Postfach 10 34 51
70029 Stuttgart

einzureichen. Zuwendungen können nur für Vorhaben bewilligt werden, mit denen zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen wurde. Ein Vorhaben gilt als begonnen, sobald dafür entsprechende Lieferungs- und Leistungsverträge abgeschlossen sind.

Kumulierbarkeit?
Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist möglich bis zur maximal zulässigen Beihilfeintensität der EU.

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