Programm: Beratung für Vereine, Energetische Sanierung, Einsatz von regenerativen Energien, Modellprojekte innovativer Technik

Was wird gefördert?
Das Programm besteht aus 3 Förderbereichen für vereinseigene Gebäude in Baden-Württemberg (mit höchstens geringfügiger wirtschaftlicher Nutzung, z.B. Flächenanteil <10% oder nur zu geringen Zeiten):

CO2-Minderungsprogramm für Vereine:
Gefördert werden Maßnahmen
a) zur energetischen Sanierung von bestehenden Vereinsgebäuden:
- baulicher Wärmeschutz (Dämmung der Außenbauteile)
- Erneuerung von Heizungsanlagen (Ersatz von Elektroheizungen durch Warmwasserheizungen, Anschluss an ein Wärmenetz, Einkopplung von Abwärme, Systeme zur Einzelraumregelung)
- Beleuchtung
- Lüftung (auch Kälteerzeugung zur Gebäudeklimatisierung)
- zur Visualisierung von Energieverbrauch bzw. –erzeugung

b) zum Einsatz von regenerativen Energien für bestehende und neue Vereinsgebäude zur Wärmeversorgung durch:
- Holzpelletheizungen
- Elektro-Wärmepumpen-Anlagen
- Solarwärme-Anlagen
Alle Anlagen werden ggf. inklusive Wärmenetz gefördert.

c) zur rationellen Energieanwendung durch die Errichtung von BHKW (Blockheizkraftwerk-Anlagen) bei bestehenden und neuen Vereinsgebäuden (außer EEG-geförderte Anlagen; ggf. inklusive Wärmenetz).

Beratungsprogramm für Vereine:
Gefördert werden integrale Energiediagnosen für vereinseigene Gebäude in Baden-Württemberg.

Modellprojekte von Vereinen:
Gefördert werden u.a.:
- Neubau-Projekte im Passivhaus-Standard mit Nutzung erneuerbarer Energien
- Energetische Sanierungen von Altbauten auf Ultra-Niedrigenergiehaus-Standard oder auf Passivhaus-Standard
- Nachrüstung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in Bildungseinr.
- der Einbau von Gasmotor- oder Sorptions-Wärmepumpen
- Wärmepumpen zur Rückgewinnung der im Abwasser enthaltenen Wärme
- Anlagen zur solaren Kühlung
- Solar-Hybrid-Anlagen (kombinierte Solarstrom-/ Solarwärme-Erzeugung)
- KWK-Anlagen in Form von Brennstoffzellen oder Stirlingmotoren
- Einsatz von LED in Beleuchtungsanlagen
Es können auch weitere innovative Techniken zur CO2-Einsparung gefördert werden, sofern sie ausreichend ausgereift sind, in hohem Maße modellhaft sind und eine große Öffentlichkeitswirkung erzielen.

Wie wird gefördert?
Es werden Zuschüsse gewährt: beim CO2-Minderungsprogramm in Abhängigkeit von der Höhe des vermiedenen CO2-Ausstoßes 50 Euro/t CO2, max. 40% der förderfähigen Investition bzw. 50.000 Euro, mindestens 5.000 Euro.

Beim Beratungsprogramm gibt es für bis zu 5 Beratungstage eines externen Energieberaters einen Zuschuss von bis zu 350 Euro pro Tag, insgesamt also max. 1.750 Euro.

Bei den Modellprojekten wird der Zuschuss individuell festgesetzt (Richtwert: 75 Euro/t CO2) und beträgt max. 50% der Mehr-Investitionskosten (gegenüber konventioneller Ausführung) bzw. höchstens 50.000 Euro.

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind alle eingetragenen, gemeinnützigen Vereine (e.V.) mit Sitz und eigenen Gebäuden in Baden-Württemberg und einer Jahresbilanzsumme von bis zu 10 Mio. €. Nicht antragsberechtigt sind Dachverbände und/oder bundesweit tätige Vereine.

Die Antragsfrist sowohl für das CO2-Minderungsprogramm und das Beratungsprogramm für Vereine endet am 30.06.2011. Für die Modellprojekte gibt es keine Antragsfrist.

Wo ist der Antrag einzureichen?
Die Anträge für das CO2-Minderungsprogramm müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Die Anträge (sowie zu den Modellprojekten) werden gestellt bei der

KEA Klimaschutz- und Energieagentur
Baden-Württemberg GmbH
Kaiserstr. 94 a
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721-98471-0
Internet: www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de


Anträge für das Beratungsprogramm müssen – vor Vertragsabschluss – gestellt werden bei der

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Schlossplatz 10
76113 Karlsruhe
Tel.: 0721-150-3854 oder 0800012-3333
Internet: www.l-bank.de

Kumulierbarkeit?
Mit Ausnahme der Modellprojekte können andere Fördermittel der öffentlichen Hand (Bundesprogramme, KfW-Mittel) nicht in Anspruch genommen werden.

Seit wann gibt es das Programm, wie lange noch?
Das Programm wurde am 19.04.11 geschlossen, da die Mittel ausgeschöpft sind.

Wie wird das Programm finanziert, wo ist die Deckelungsgrenze?
Das Programm wird im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel vom Land Baden-Württemberg finanziert.

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