Programm: Energieeinsparung, rationelle Energieanwendung und Einsatz erneuerbarer Energien

Was wird gefördert?
Die Stadt Ulm fördert zur Qualitätssicherung beim energetischen Sanieren die Baubegleitung durch Sachverständige (in Ergänzung zur KfW-Bank).
Zur Energieeinsparung im Wohnungsbau werden die energetische Sanierung mit Passivhauskomponenten, der Neubau von Passivhäusern sowie der Bau von Netto-Nullenergiehäusern gefördert.
Im Bereich der Rationellen Energieverwendung werden sogenannte „Low Ex“-Fernwärmeanschlüsse (Wärmeversorgung aus dem Rücklauf) gefördert, die Installation von Mini-KWK-Anlagen in Bestandsgebäuden (ergänzend zum Bafa), sowie die Errichtung dezentraler regenerativer Wärmenetze (z.B. „kalte Nahwärme", Geothermienetz, Biomassenetz; in Ergänzung zu Bafa / KfW).
Im Bereich der Nutzung regenerativer Energien werden gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen (GIPV) in Wohn- und Bürogebäuden gefördert.
Demonstrationsvorhaben (sonstige Anlagen, Maßnahmen und Kampagnen) werden ebenfalls gefördert.

Wie wird gefördert?
Es werden Zuschüsse gewährt. Die Gesamtförderung nach diesem Programm beträgt für Ein- und Zweifamilienhäuser maximal 10.000 Euro. Bei Mehrfamilienhäusern richtet sich die Höhe des Zuschusses nach der Anzahl der Wohneinheiten und wird im Einzelfall entschieden. Der durch Zuschüsse abgedeckte Anteil der Kosten darf nicht auf die Miete umgelegt werden.

Bei der Baubegleitung durch Sachverständige (KfW-Förderung), der Installation einer Mini-KWK-Anlage (Bafa-Förderung) und der Errichtung eines dezentralen regenerativen Wärmenetzes (Bafa- und KfW-Förderung) fördert die Stadt Ulm bei Beendigung der Programme zu den zuletzt gültigen Förderbedingungen.

Die energetische Sanierung mit Passivhauskomponenten wird je nach Jahresheizwärmebedarf des Gebäudes für Ein- und Zweifamilienhäuser mit bis zu 5.000 Euro und für Mehrfamilienhäuser mit bis zu 25 Euro pro m² Wohnfläche gefördert.
Der Bau eines Passivhauses (Nachweis durch Zertifikat) wird mit bis zu 2.500 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und mit bis zu 20 Euro pro m² Wohnfläche bei Mehrfamilienhäusern gefördert.
Der Bau eines Netto-Nullenergiehauses wird mit bis zu 10.000 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und mit bis zu 70 Euro pro m² Wohnfläche bei Mehrfamilienhäusern bezuschusst.

Beim „Low-Ex-Anschluss“ (für Gebäude mit mindestens 10 Wohneinheiten) werden die höheren Kosten für die Übergabestation bis maximal 4.000 Euro übernommen.
Bei der Installation einer Mini-KWK-Anlage mit 0-1 kW elektrischer Leistung fördert die Stadt Ulm dies zusätzlich zum Bafa mit 1.500 Euro pro Anlage bis zum 30.6.2014.

Bei gebäudeintegrierten PV-Anlagen wird die architektonische, bauphysikalische und konstruktive Einbindung von PV-Elementen in die Gebäudehülle mit 100 Euro pro m² GIPV gefördert.

Bei Demonstrationsvorhaben wird die Zuschusshöhe einzelfallabhängig festgesetzt.

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen des privaten Rechts als Eigentümer von Gebäuden und Grundstücken; bei Anträgen von Mietern ist die Zustimmung des Eigentümers erforderlich. Vereine werden gesondert gefördert.

Wo ist der Antrag einzureichen?
Der Antrag wird vor Beginn der Maßnahmen gestellt bei der
Stadt Ulm
Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt- und Baurecht
Münchner Str. 2
89073 Ulm
Tel.:0731-161-6082 oder -6103

Kumulierbarkeit?
Förderprogramme des Landes oder des Bundes sind vorrangig in Anspruch zu nehmen. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Eine Ausnahme stellt die zusätzliche Förderung einer Mini-KWK-Anlage (0-1 kW) bis zum 30.06.2014 dar. Die Maßnahmen „Bau eines Netto-Nullenergiehauses“ und „gebäudeintegrierte Photovoltaik“ können nicht kumuliert werden.

Seit wann gibt es das Programm, wie lange noch?
Das Programm wurde 1991 ins Leben gerufen, die Richtlinien wurden zum 23.05.2012 geändert. Eine Befristung ist derzeit nicht vorhanden.

Wie wird das Programm finanziert, wo ist die Deckelungsgrenze?
Die Stadt Ulm fördert im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Haushalts-mittel. Überschreitet die beantragte Fördersumme die verfügbaren Haushaltsmittel, entscheidet die Stadt Ulm über die Prioritäten nach Maßgabe des beabsichtigten Demonstrations- oder Einspareffektes.

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