Programm: Beratung für Kommunen und Landkreise, Energetische Sanierung kommunaler Gebäude, Einsatz von regenerativen Energien, Modellprojekte innovativer Technik, Gründung von kommunalen Energieagenturen, Teilnahme am European Energy Award

Was wird gefördert?
Das Programm besteht aus 3 Förderbereichen:

CO2-Minderungsprogramm für kommunale Einrichtungen:
Gefördert werden Maßnahmen

a) zur energetischen Sanierung kommunaler Nichtwohngebäude:
- Erneuerung von Heizungsanlagen (Ersatz von Elektroheizungen durch Warmwasserheizungen auf Brennwertbasis oder mit erneuerbaren Energien, Anschluss an ein Wärmenetz, Einkopplung von Abwärme, Einsatz von Systemen zur Einzelraumregelung)
- baulicher Wärmeschutz (Dämmung der Außenbauteile)
- Beleuchtung
- Lüftungsanlagen (auch Kälteerzeugung zur Gebäudeklimatisierung)

b) zum Einsatz von regenerativen Energien zur Wärmeversorgung von kommunalen Nichtwohngebäuden (gegebenenfalls inkl. Wärmenetz):
- Holzpelletheizungen
- Elektro-Wärmepumpen-Anlagen
- Solarthermie-Anlagen

c) zur rationellen Energieanwendung durch die Errichtung von BHKW (Blockheizkraftwerk-Anlagen, ab einer Leistung von 20 kWel) bei bestehenden / neuen kommunalen Nichtwohngebäuden (außer EEG-geförderte Anlagen; ggf. inkl. Wärmenetz).

Kommunales Struktur-, Qualifizierungs- und Beratungsprogramm:
Gefördert werden integrale Energiediagnosen für Nichtwohngebäude, die Gründung von regionalen, kreisweit tätigen Energieagenturen sowie die Teilnahme von Kommunen am European Energy Award® (eea®).
Außerdem werden in Schulen Unterrichtseinheiten zum Energiesparen („Standby-Verbrauch von Elektrogeräten“) gefördert.
Ebenfalls gefördert wird die Erstellung einer fortschreibbaren kommunalen Energie- und CO2-Bilanz mit dem EDV-Instrument BICO2BW, sowie die Teilnahme von Kreisen am Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“.

Kommunale Modellprojekte:
Gefördert werden u.a. (nicht für kleine Wohngebäude):
- Neubau-Projekte im Passivhaus-Standard mit Nutzung erneuerbarer Energien
- Energetische Sanierungen von Altbauten auf Ultra-Niedrigenergiehaus-Standard oder Passivhaus-Standard
- Nachrüstung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in Schulen
- der Einbau von Gasmotor- oder Sorptions-Wärmepumpen
- Wärmepumpen zur Rückgewinnung der im Abwasser enthaltenen Wärme - Anlagen zur solaren Kühlung
- Solar-Hybrid-Anlagen (kombinierte Solarstrom-/ Solarwärme-Erzeugung)
- KWK-Anlagen in Form von Brennstoffzellen oder Stirlingmotoren
Es können auch weitere innovative Techniken zur CO2-Einsparung gefördert werden, sofern sie ausreichend ausgereift sind, in hohem Maße modellhaft sind und eine große Öffentlichkeitswirkung erzielen.

Wie wird gefördert?
Es werden Zuschüsse gewährt:
Beim CO2-Minderungsprogramm in Abhängigkeit von der Höhe des vermiedenen CO2-Ausstoßes 50 Euro/t CO2, max. 20% der förderfähigen Investition. Bei Teilnahme am eea®, bei vorhandenem BMU- Klimaschutzkonzept/-manager oder bei finanzieller Beteiligung an einer regionalen Energieagentur wird ein Bonus von jeweils 5% gewährt. Die Maximalförderung beträgt 200.000 Euro, die Mindestförderung 5.000 Euro.
Wenn Maßnahmen zur Erfüllung des EWärmeG Baden-Württemberg beitragen, verringert sich die ermittelte Förderung um 15%.

Beim Struktur-, Qualifizierungs- und Beratungsprogramm gibt es für die Gründung einer Energieagentur 100.000 Euro als Anschubfinanzierung; für die Energieberatung (Gutachten) von überwiegenden Nichtwohngebäuden einen Zuschuss von 50% der Beratungskosten für max. 10 Beratungstage eines externen Beraters und max. 400 Euro pro Tag, insgesamt also max. 4.000 Euro.

Die Teilnahme an systematischen Klimaschutzprozessen (z.B. eea®) wird mit 10.000 Euro gefördert, für höhere Stufen (z.B. Gold) gibt es 1.500 Euro Bonus.

Die Erstellung einer Energie- und CO2-Bilanz wird mit einem Zuschuss von 50% der Kosten (für 2-6 Arbeitstage eines externen Beraters der regionalen Energieagentur und max. 400 Euro pro Tag, insgesamt also max. 2.400 Euro), Standby-Unterricht an Schulen wird mit 500 Euro pro Klasse gefördert. Für die Wettbewerbsteilnahme „Leitstern Energieeffizienz“ gibt es bis zu 3.000 Euro.

Bei den Modellprojekten wird der Zuschuss individuell festgesetzt (Richtwert: 75 Euro/t CO2) und beträgt max. 50% der Mehr-Investitionskosten (gegenüber konventioneller Ausführung) bzw. höchstens 400.000 Euro.

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind Gemeinden und Landkreise des Landes Baden-Württemberg, deren Mehrheitsgesellschaften, Gemeindeverbände sowie bestimmte kommunale Stiftungen als Eigentümer oder rechtmäßige Besitzer von in Baden-Württemberg gelegenen Gebäuden (außer kommunale Träger von Krankenhäusern und Alten-/ Pflegeheimen, diese sind im Allgemeinen Klimaschutz-Plus Programm antragsberechtigt).

Für die Bilanzierung von CO2-Emissionen sind nur Kommunen bis 50.000 Einwohner und ohne eigenes Klimaschutzkonzept zugelassen.

Wo ist der Antrag einzureichen?
Die Anträge für das CO2-Minderungsprogramm müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, es können jedoch Unbedenklichkeitsbescheinigungen für vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragt werden.
Anträge für das Beratungsprogramm müssen vor Vertragsabschluss gestellt werden. Die Anträge werden gestellt bei der


Landeskreditbank Baden-Württemberg
Schlossplatz 10
76113 Karlsruhe
Tel.: 0721-150-1600
Internet: www.l-bank.de

Anträge für die Teilnahme am eea®, die Gründung einer Energieagentur, sowie zu den Modellprojekten werden gestellt bei der

KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH
Kaiserstr. 94 a
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721-98471-0 oder 0800-664 90 95
Internet: www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de

Kumulierbarkeit?
Für das kommunale CO2-Minderungsprogramm gilt ein generelles Kumulierungsverbot mit anderen Fördermitteln der öffentlichen Hand (u.a. die KfW-Kreditprogramme, das Bafa-Marktanreizprogramm etc).
Der Ausgleichsstock für Kommunen darf gleichzeitig genutzt werden.

Seit wann gibt es das Programm, wie lange noch?
Die Antragsfrist für das kommunale CO2-Minderungsprogramm endet am 30.7.2015, die Antragsfrist für das Beratungsprogramm endet am 30.11.2015 (außer Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“: 21.9.2015).

Wie wird das Programm finanziert, wo ist die Deckelungsgrenze?
Das Programm wird im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel vom Land Baden-Württemberg finanziert.

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