Programm: Wärmedämmung, Energieberatung, Baubegleitung, Heizung, Energiemanagementsystem

Was wird gefördert?
Die Stadt Freiburg fördert die energetische Sanierung von überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden, die im Stadtgebiet von Freiburg liegen.

Gefördert werden folgende Bausteine:
Baustein 1: Wärmedämmung
Baustein 2: Fördermittelberatung und -antragstellung
Baustein 3: Umweltfreundliche Heizung
Baustein 4: Energiemanagementsystem
Baustein 5: Vor-Ort-Check Blockheizkraftwerke (BHKW)

Bei gemischt genutzten Gebäuden erfolgt die Förderung nur anteilig für den Wohnanteil (mindestens 50% der gesamten Nutzfläche).

Wie wird gefördert?
Es werden Zuschüsse gewährt:

Wärmedämmmaßnahmen (Baustein 1) werden im Einzelnen mit folgenden Förderbeträgen pro sanierte Bauteilfläche bezuschusst:
- Dämmung der Außenwände (von außen), sowie Innendämmung der Außenwände bei Denkmälern / erhaltenswerten Fassaden: 10 Euro/m2,
- Dämmung der obersten Geschossdecke (unbeheiztes Dach), sowie Dämmung der Kellerdecke und –wände (gg. Erdreich / unbeheizte Räume): 6 Euro/m2,
- Flachdachdämmung: 18 Euro/m2,
- Dämmung der Dachschrägen: 20 oder 12 Euro/m2 (je nach U-Wert),
- Austausch Fenster, Hauseingangstüren, Dachfenster (Voraussetzung: besserer U-Wert der Fenster als Außenwand/Dach; oder Lüftungsanlage): 30 Euro/m2.

Bei allen Maßnahmen müssen bestimmte Wärmedurchlasskoeffizienten (U-Werte) der einzelnen Bauteile eingehalten werden, welche über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Förderfähig sind nur Maßnahmen, für die es keine gesetzlichen Nachrüstpflichten gibt. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind Abweichungen möglich. Eigenleistungen sind nicht förderfähig. Die Maßnahme, für die ein Zuschuss beantragt wird, muss innerhalb eines Jahres fertig gestellt sein, und die entsprechenden Unterlagen für die Auszahlung müssen in dieser Zeit eingereicht werden.

Voraussetzung zur Förderung ist der Nachweis einer vorherigen qualifizierten Energieberatung. Falls mit der Sanierung die Kriterien eines KfW-Effizienzhauses eingehalten werden, oder wenn KfW-Einzelmaßnahmen (Programm „Energieeffizient Sanieren“) durchgeführt werden, entfällt die Pflicht zur Energieberatung.

Der Förderhöchstbetrag je Gebäude beträgt je nach Anzahl der Wohneinheiten 5.000 Euro (für Ein-/Zweifamilienhäuser) bis 14.000 Euro (sonstige überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Gebäude), die Mindestförderung beträgt 350 Euro. Pro Antragsteller können maximal 25.000 Euro pro Jahr bezogen werden (auf alle Bausteine bezogen).

Es gibt außerdem eine Bonusförderung für Effizienzhäuser in diesem Baustein, wenn die Kriterien eines KfW-Effizienzhauses oder eines Passivhauses eingehalten werden. Der Bonus beträgt je nach Effizienzklasse von 750 Euro bis 7.000 Euro. Der Förderhöchstbetrag (s.o.) wird entsprechend erhöht.

Des Weiteren gibt es einen Solarbonus in Höhe von 500 Euro, wenn gleichzeitig mit mindestens einer Wärmedämmmaßnahme eine thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung installiert wird.

Bei der Fördermittelberatung und -antragsstellung (Baustein 2) werden die Leistungen eines Energieberaters mit folgenden Zuschüssen gefördert:
- für eine Beratung+Antragstellung für KfW-Einzelmaßnahmen (auch L-Bank) sowie bei der Stadt Freiburg mit pauschal 300 Euro
- für eine Beratung+Antragstellung für KfW-Effizienzhäuser (auch L-Bank) sowie bei der Stadt Freiburg mit pauschal 600 Euro
Die entsprechenden KfW-Online-Anträge /-Bestätigungen sind mit einzureichen.

Die Umweltfreundliche Heizungen (Baustein 3) ist eine begrenzte Aktion, bei der 100 neue Heizkessel pro Jahr mit einer einmaligen Prämie von 500 Euro bezuschusst werden. Die Voraussetzungen beim Austausch sind: siehe pdf

Ein Energiemanagementsystem (Baustein 4) wird gefördert, wenn ein System mit Fernüberwachung bei bestehenden Heizungsanlagen vor Baujahr 2010 eingebaut wird. Es wird ein Zuschuss von pauschal 1.000 Euro gezahlt.

Ein BHKW Vor-Ort-Check (Baustein 5) wird mit 250 Euro gefördert, um die Eignung einer Immobilie (MFH, auch gewerbliche Gebäude oder Gebäudegruppen) für den Einsatz eines BHKW zu prüfen.

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen des privaten Rechts, die Eigentümer, Erbbauberechtigte oder Eigentümergemeinschaften eines überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäudes vor dem Baujahr 1995 (Bausteine 1 und 2) im Stadtgebiet von Freiburg sind.

Wo ist der Antrag einzureichen?
Anträge für den Baustein 1 müssen vor dem Beginn der Maßnahmen (vor Abschluss eines Lieferungs-/ Leistungsvertrages) gestellt werden.
Anträge für die Bausteine 2 bis 5 müssen bis spätestens 6 Monate nach Durchführung der Maßnahme unter Vorlage aller erforderlicher Unterlagen gestellt werden beim:

Umweltschutzamt Freiburg
Talstr. 4
79102 Freiburg
Tel.: 0761-201-6142 oder -6145
www.freiburg.de/waermeschutz

Kumulierbarkeit?
Das Programm ist kombinierbar mit anderen Programmen (soweit zu den einzelnen Förderbausteinen nichts ausgeführt ist), die ihrerseits kein Kumulierungsverbot aufweisen.
Eine steuerliche Förderung gemäß § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen) ist für gleichzeitig aus diesem Programm geförderte Maßnahmen ausgeschlossen.

Seit wann gibt es das Programm, wie lange noch?
Das Programm startete am 1. August 2007. Die Richtlinien wurden zuletzt zum 1. April 2015 geändert. Eine Befristung ist derzeit nicht vorhanden.

Wie wird das Programm finanziert, wo ist die Deckelungsgrenze?
Das Programm wird aus Haushaltsmitteln der Stadt Freiburg finanziert. Die Förderung erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel.

Equinoxe Internet Galerie GmbH Freiburg

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